26. Kolloquium Klebtechnik – starke Impulse für die Gemeinschaftsforschung
Am 10. und 11. Februar 2026 fand im Maternushaus in Köln das 26. Kolloquium „Gemeinsame Forschung in der Klebtechnik“ statt. Rund 180 Fachleute aus Industrie und Wissenschaft kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen rund um Klebstoffe, Klebprozesse und laufende IGF-Projekte zu diskutieren.
Veranstaltet wurde das traditionsreiche Fachtreffen vom Gemeinschaftsausschuss Klebtechnik, getragen von der DECHEMA – Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., der Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e. V. des DVS, der FOSTA – Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V. sowie dem iVTH – Internationaler Verein für Technische Holzfragen e.V..
IGF mit Grußwort vertreten
Am ersten Veranstaltungstag war Judith Hellhake vom DLR Projektträger für die Industrielle Gemeinschaftsforschung mit einem Grußwort vertreten. Im Mittelpunkt stand dabei das Grundprinzip der IGF: „Gemeinsam forschen – gemeinsam profitieren.“ Gerade in technologieintensiven Bereichen wie der Klebtechnik zeigt sich, wie wirkungsvoll dieses Modell ist. Forschungsfragen, die für einzelne Unternehmen zu komplex oder zu risikobehaftet wären, werden im Netzwerk bearbeitet und liefern Ergebnissen, die der gesamten Branche zugutekommen.
Im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Forschungsvereinigungen wurde deutlich, dass die Weiterentwicklung der Prozesse hin zu klaren Strukturen, transparenten Verfahren und verlässlichen Abläufen zunehmend als stabilisierender Faktor wahrgenommen wird.
Fachliche Impulse und Branchentrends
Inhaltlich bot das Kolloquium ein breites Spektrum an Themen: von nachhaltigen Klebstoffsystemen über neue Prüf- und Simulationsmethoden bis hin zu Fragen der Kreislauffähigkeit verklebter Produkte. Die Beiträge verdeutlichten einmal mehr die zentrale Rolle der Klebtechnik als Querschnittstechnologie für Mobilität, Bauwesen, Energietechnik und Leichtbau.
Nachwuchsförderung sichtbar
Besonders positiv fiel die starke Präsenz junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf. Zahlreiche Nachwuchskräfte nutzten die Veranstaltung aktiv zum Networking. Die gezielte Einbindung des wissenschaftlichen Nachwuchses unterstreicht die Zukunftsorientierung der Branche und die Bedeutung der IGF als Plattform für Qualifizierung und Wissenstransfer.
Das 26. Kolloquium Klebtechnik hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und leistungsfähig das IGF-Netzwerk ist. Der persönliche Austausch, die fachliche Tiefe und die konstruktiven Gespräche vor Ort bestätigen: Gemeinschaftsforschung lebt vom Dialog und genau dieser war in Köln deutlich spürbar.
